Es handelt sich hier um die "gefühlte" Arbeitslosigkeit, d. h. die bewußt wahrgenommene und zum Ausdruck gebrachte Realität des Lebens in Arbeitslosigkeit. Eine bestimmte Definition im statistischen Sinn - etwa eine bestimmte Mindeststundenzahl der Tätigkeit oder eine zeitliche Regelmäßigkeit - liegt diesem Verständnis nicht zu Grunde. Es handelt sich vielmehr um die Vermischung aller subjektiv und statistisch möglichen Begrifflichkeiten in einem Komplexbegriff. Insbesondere ist hierbei zu bedenken, dass psychologisch gesehen Verdrängungs- und Verlagerungsprozesse zu tendenziell geringeren Problemausprägungen führen, als sie nach den amtlichen Statistiken zu vermuten wären. Es sind daher auch die offiziellen Arbeitslosenquoten wiedergegeben. Zu der angesprochenen Thematik wird ergänzend auf die Untersuchung Die Arbeitslosen von Marienthal hingewiesen.

Die Wertigkeit des Kriteriums Arbeitslosigkeit innerhalb des gesamten Problemraums bedarf einer komplexeren Betrachtung, bei der weitere Kriterien einzubeziehen sind, vor allem das Kriterium Anerkennung.

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