Familie ist sowohl eine Institution als auch eine alltägliche Lebensform und zudem stets präsent auch als Assoziationsrahmen für Gefühle. Mit dem Begriff ,Familie‘ verbinden sich gleichzeitig Erwartungen an Liebe, Zuwendung, Verlässlichkeit, Solidarität, Bindung usw., aber auch Erfahrungen von Gewalt, Abhängigkeit, Unterdrückung, Fessel, mangelnde Gleichberechtigung, Chancen-Verhinderung von Frauen im Erwerbssystem und von Männern im familialen Binnenraum, usw..

Private Gefühle verändern sich durchaus bei denselben Personen über die biografische Zeit, über positive oder negative Erfahrungen, Angst, Verletzungen, Gewalterfahrung, unerwartete oder vermisste Unterstützungsleistungen, Enttäuschungen usw.. Sie variieren über Alter, Lebensabschnitt, Region, aktuellem Single- oder Familienstatus.

Die tiefgreifenden politischen, ökonomischen und demografischen Veränderungen der Industriegesellschaften in der ausgehenden Moderne haben auf das anfällige Geflecht der Familie tiefgreifende Wirkungen. Im siebten Familienbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2006 wird der sich damit abzeichnende Wandel der Familie in seiner sozialhistorischen Bedeutung mit dem Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft verglichen. Auswirkungen dieser Umwälzungen sind daher auch in anderen Gesellschaftsbereichen festzustellen. Entsprechende Korrelationen zu entsprechenden Problembereichen sind daher in den Grafiken leicht festzustellen.

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